Der Hintergrund: Die Haushalts-Strukturkommission des Landes macht auf der Suche nach Kürzungsmöglichkeiten vor dem Kitabereich nicht Halt. Die gerade erst eingeführte Beitragsfreiheit im dritten (letzten) Kitajahr soll gekippt werden. Außerdem droht eine Verschlechterung der pädagogischen Qualität für die Kinder durch eine Absenkung der so genannten Kita-Standards: Noch weniger Fachkräfte in größeren Gruppen.
So geht es nicht weiter “, sagen Wohlfahrtsverbände, Elternvertretungen, der Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein (VEK), Gewerkschaften und andere Organisationen wie der Verband der allein erziehenden Mütter und Väter’ und haben sich zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Sie wehren sich gegen die Kürzungspläne und setzen sich gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen und mehr Qualität im Kitabereich ein.
Der Zuschuss des Landes für die Kitas ist seit Jahren auf 60 Millionen Euro jährlich eingefroren und wird damit faktisch jedes Jahr gekürzt. Die Kitas sind bereits am Limit“, sind sich die Bündnispartner einig. Den Bildungs- und Erziehungsauftrag im frühkindlichen Bereich sehen sie bei zusätzlichen Kürzungen akut gefährdet.
Dagegen wehren sich die Bündnispartner und fordern vom Land:
Keine Streichung des beitragsfreien Kitajahres. Sondern Familien entlasten.
Keine Verschlechterung der Kita-Standards. Gleiche Chancen für alle Kinder.
Keine weitere Kürzung der Landesmittel. Sondern auskömmliche Finanzierung der Kitas sichern.
Ohne gute Fachkräfte geht es nicht: Arbeitsbedingungen deutlich verbessern.
An vielen Stellen wird zu diesen Forderungen das Gespräch mit den Landtagsabgeordneten der Region gesucht.
Am 19. Mai sollen vor der entscheidenden Landtagssitzung in Kiel Ministerpräsident Peter Harry Carstensen Postkarten des Aktionsbündnisses überreicht werden. Mit dieser Aktion werden Eltern, Mitarbeitende und andere Menschen, die sich für die Kinder stark machen, ihrem Protest und ihren Forderungen Ausdruck verleihen. Außerdem werden die Bündnispartner in einer symbolischen Aktion im Landtag der Landesregierung den Bildungsauftrag zurückgeben.








