Kiel, 10.12.2009
Mit Empörung haben wir die erneute Berichterstattung des Vorstandsvorsitzenden des Ersatzkassen-Verbandes Schleswig-Holstein, Dietmar Katzer, zur Kenntnis genommen“, sagt Pastorin Anke Schimmer, Sprecherin des Forums Pflege Gesellschaft. Wir haben in Schleswig-Holstein keine schlechte Pflegequalität. Die Nutzer unserer Dienste und Einrichtungen sind hochzufrieden mit unseren Angeboten. Die schlechten Noten des Pflege-TÜVs gehen somit vollkommen an der gelebten Wirklichkeit vorbei.“ Die Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege, des kommunalen Pflegeverbandes und des Bundesverbandes privater Pflegeanbieter (bpa), gemeinsam organisiert im Forum Pflegegesellschaft, stünden für ein lebendiges Miteinander und für gelebte Qualität. Eine Bewertung dieses Miteinanders und der Lebensqualität der Menschen finde mit den Schulnoten des Pflege-TÜVs überhaupt nicht statt.
Wir stellen uns jeder Kritik und die Türen unserer Einrichtungen stehen offen“, ergänzt Schimmer. Jeder kann sich selbst davon überzeugen, dass in unseren Häusern und durch unsere Dienste gute Pflege und Betreuung gelebt und geleistet wird. Unseriöse Presseerklärungen wie die des vdek schüren jedoch mutwillig die Ängste der Menschen und diffamieren die engagierte Arbeit vieler in der Pflege Tätiger.“
Die Noten des Pflege-TÜVs, die im Rahmen der Prüfungen nach der Pflegetransparenzvereinbarung (PTV) vergeben werden, geben lediglich die Aktenlage in den Diensten und Häusern wieder. So erwähnt Herr Katzer auch mit keinem Wort, die Befragung der Bewohner in unseren Einrichtungen. Sie zeigt, dass die Menschen in Schleswig-Holstein mit der Qualität der Pflege sehr zufrieden sind. Wir dokumentieren aber die Zufriedenheit der Nutzer unserer Dienste und Einrichtungen nicht in unseren Akten“, sagt Anke Schimmer. Pflege ist gelebtes Leben; sie ist für viele Menschen eine wichtige Hilfe und manchmal notwendige Voraussetzung, um weiterhin selbstbestimmt leben zu können. Dafür engagieren sich die in der Pflege tätigen Menschen mit großer mitmenschlicher Leidenschaft.“
Deshalb werden wir es auch nicht weiter hinnehmen, dass auf Kosten der Mitarbeiterinnen und der Bewohner die Pflege in Schleswig-Holstein schlechtgeredet wird. Wir erwarten, dass Herr Katzer sich seriös mit den Menschen in der Pflege und ihrem Leben auseinandersetzt und nicht weiter Ängste und Misstrauen schürt“, empört sich Schimmer. Am wichtigsten aber ist, dass endlich die Betroffenen zu Wort kommen und nicht länger von Fukntionären über ihre Köpfe hinweg geurteilt wird.“ Schimmer fordert deshalb: Herr Katzer, reden Sie endlich mit jenen Menschen, die von den Einrichtungen und Diensten gepflegt werden und mit jenen, die dort harte und hochengagierte Arbeit leisten!“
Für Rückfragen: Ralf Labinsky, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein,
Tel. 04331- 593 – 221 / 0177 – 70 95 00 7






