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Diakonisches Werk Schleswig-Holstein
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Klares Votum des Landes zur Kinderbetreuung nötig

„Auch in Schleswig-Holstein werden Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren dringend benötigt, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Wenn jetzt der Städteverband die geplante und ohnehin geringe Versorgungsquote von 35 Prozent bis 2013 aus Kostengründen in Frage stellt, ist die Landespolitik gefordert, ein klares Bekenntnis zur Kita-Finanzierung abzugeben.“ Das erklärte das Diakonische Werk Schleswig-Holstein und der Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen (VEK) am Dienstag in Rendsburg. „Wir brauchen eine verlässliche Planung für alle Beteiligten“, so Lan-despastorin Petra Thobaben, „denn Kitas sind kein Kostenfaktor, sondern eine entscheidende Investition in die Zukunft“.

Bislang stehen in Schleswig-Holstein nur für 14,5 Prozent der unter Dreijährigen Kita-Plätze zur Verfügung. Das Land ist damit fast Schlusslicht in Deutschland. Ab 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Platz. Geschätzt wird, dass über 60 Prozent der Eltern ihre kleinen Kinder betreuen lassen wollen.

VEK-Geschäftsführer Markus Potten: „Die Träger der Kitas stehen seit Jahren bereit und haben zahlreiche Gruppen für Kinder unter drei Jahren gemeinsam mit den Kommunen geschaffen“. Zur Mitfinanzierung stellt der Bund Mittel aus seinem Umsatzsteueranteil bereit und leitet diese an die Länder weiter. „Allen Beteiligten war von Anfang an klar, dass die Bundesmittel allein nicht ausreichen“, erklärte Potten.

Neben dem Problem der U 3-Plätze ist in Schleswig-Holstein die Gesamtfinanzierung des Kitabereiches unzureichend und intransparent geregelt. Zudem nimmt der Mangel an Fachkräften zu und wird sich in absehbarer Zeit dramatisch auswirken. „Wenn der politische Wille in Schleswig-Holstein nicht vorhanden ist, mehr Geld zur Verfügung zu stellen, müssen die Leistungen neu definiert werden. Frühkindliche Bildung gibt es nicht zum Nulltarif“, sagte Potten.

Der Landesanteil an der Kitafinanzierung von nur 60 Millionen Euro jährlich ist seit Jahren gedeckelt. Dies bedeutet eine reale Absenkung und drängt die Kommunen und die Träger verstärkt in die Mitfinanzierung. „Jetzt muss das Land die Hilferufe aus den Städten, Gemeinden und von den Trägerverbänden endlich zur Kenntnis nehmen“, forderte Thobaben.

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