Sparpläne der Kreise bedeuten Massenentlassungen und „Verwahranstalten“

Verhandlungen über Eingliederungshilfe: Wohlfahrtsverbände hoffen auf Rückkehr zu einer sachorientierten Debatte

Kiel, 9. Februar 2010. Rund 30.000 Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein drohen schlechtere Lebensbedingungen, 3.000 Beschäftigten in Einrichtungen der Behindertenhilfe droht die Arbeitslosigkeit, die übrigen Angestellten erhalten Löhne unter Tarif – dies wären die Folgen von Sparplänen der Schleswig-Holsteinischen Landkreise. Sie haben den Rahmenvertrag über die so genannte Eingliederungshilfe gekündigt, mit dem erklärten Ziel, 100 Millionen Euro zu kürzen. Jetzt muss der Rahmen neu ausgehandelt werden. Dabei werden die Verbände der Freien Wohlfahrt die gesetzlich verbrieften Rechte der Menschen mit Behinderung und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verteidigen.

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