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  • Diakonie Schleswig-Holstein

MAMBA

Die Diakonie und 14 weitere europäische Partner wollen mit dem Projekt die Mobilität in ländlichen Gebieten verbessern. Denn: Schon heute sind viele Gemeinden in ländlichen Regionen schwer mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Buslinien wurden aus Kostengründen ausgedünnt, Bahnlinien stillgelegt und Straßen vernachlässigt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird sich diese Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Darunter werden zunehmend auch die wirtschaftliche Entwicklung, der Arbeitsmarkt sowie Dienstleistungen leiden, wie zum Beispiel die Gesundheitsversorgung, die Altenpflege und die Paketzustellung.

Das Projekt „MAMBA“ sucht nach Wegen, wie die Mobilität und damit auch die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen in dünn besiedelten Gebieten gewährleistet werden kann. Dazu werden in neun Modellregionen im gesamten Ostseeraum Mobilitätszentren geschaffen. Gemeinsam mit den Bewohnern und unterschiedlichen Akteuren aus Wirtschaft, Transportunternehmen und Kommunen entwickeln sie neue, flexible und kosteneffiziente Lösungen. Ziel ist es, unter anderem durch zentralisierte, öffentliche Maßnahmen Mobilität bereitzustellen und zu fördern. Die Ergebnisse fließen in eine Wissensdatenbank. Auf diese Weise sollen auch andere Regionen von den Projektergebnissen profitieren können. „Das Projekt lebt vor allem vom Austausch und der Kooperation zwischen den Partnern im Ostseeraum“, sagt Koordinatorin Doris Scheer vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein. „Die Partner profitieren von ihren jeweils unterschiedlichen Erfahrungen und den innovativen Mobilitätskonzepten, die MAMBA entwickeln will.“

Der Projektname „Mamba“ steht für „Maximised Mobility and Accessibility of Services in Regions Affected by Demographic Change“. Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Die Europäische Union unterstützt „MAMBA“ mit insgesamt 3,4 Millionen Euro.