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  • Diakonie Schleswig-Holstein

Brot für die Welt

Feierlicher Auftakt der 59. Spendenaktion in Elmshorn

Mit einem Gottesdienst in der St. Nikolai Kirche in Elmshorn ist die 59. Spendenaktion von Brot für die Welt in Schleswig-Holstein eröffnet worden. Unter dem Motto „Wasser für alle!“ wird die evangelische Hilfsorganisation in den kommenden Monaten auf den Mangel an Trinkwasser in zahlreichen Weltregionen aufmerksam machen und Spenden für Hilfsprojekte sammeln. Mit dem Geld sollen unter anderem Brunnen, Wasserleitungen, Regenwasserspeicher und Aufbereitungsanlagen finanziert werden. Am Eröffnungsgottesdienst beteiligt waren unter anderem Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein Gothart Magaard und Landespastor Heiko Naß.

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"Wasser ist Leben!", betonte Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein.


„Für uns im Land zwischen zwei Meeren ist Wassermangel sehr unwirklich. Unser eigener Reichtum an Wasser darf uns aber nicht zu Gleichgültigkeit und Nichtstun verführen“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther. In der internationalen Politik müsste vor allem die Industrie dazu bewegt werden, verantwortungsbewusster mit dem Lebenselixier Wasser umzugehen. „Aber jeder Einzelne kann auch bei uns seinen Teil Verantwortung übernehmen. Und alle, die Brot für die Welt unterstützen, übernehmen Verantwortung“, so Günther.

Weltweit haben 850 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser. Davon besonders betroffen sind Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika. Hauptursache ist der Klimawandel. Hinzu kommen intensive Landwirtschaft und Verschmutzung durch die Industrie. Vor diesem Hintergrund häufen sich weltweit die Konflikte um Wasserressourcen. „Wasser ist Leben!“, betonte Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein. „Gemeinsam mit Brot für die Welt setzen wir uns deshalb für eine gerechtere Verteilung der weltweiten Vorräte ein. Das Recht jedes Menschen auf sauberes Trinkwasser liegt uns besonders am Herzen.“

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In zahlreichen Projekten hilft Brot für die Welt Kleinbauern, Fischerfamilien, Viehhirten und Indigenen, Wasser aufzufangen und aufzubereiten. Es werden Brunnen und Toiletten gebaut und die Hygiene verbessert. In Kenia beispielsweise errichtet der Entwicklungsdienst der anglikanischen Kirche mit Unterstützung von Brot für die Welt Regenwasserspeicher. Dadurch können die Menschen am Mount Kenia nicht nur ihre Hausgärten bewässern, sondern auch Getreide anbauen.

Landespastor Heiko Naß sagte: „Diakonie und Brot für die Welt treten mit einer Stimme für die Menschen ein, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden – hier in Schleswig-Holstein und in aller Welt. Die Spenden leisten dazu einen wichtigen Beitrag und helfen zudem Fluchtursachen zu bekämpfen. Wassermangel ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Menschen ihre Heimat verlassen. Brot für die Welt hilft diesen Menschen, ihre Lebensgrundlagen vor Ort zu sichern, Äcker und Weiden zu bewässern und ausreichend Wasser für den alltäglichen Bedarf bereitzustellen.“