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  • Diakonie Schleswig-Holstein

Diakonie in den Sozialen Medien

Neue Wege für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein setzt in der externen Kommunikation auf die Sozialen Medien. Seit Juni präsentiert sich der größte Wohlfahrtsverband im nördlichsten Bundesland auf Facebook. Der Landesverband geht diese neuen Wege, um auch zukünftig alle Menschen im Land mit seinen Inhalten und Werten zu erreichen. Denn die tägliche Tagesschau um 20 Uhr im linearen Fernsehen und die klassische Tageszeitung auf dem morgendlichen Küchentisch werden mittlerweile in vielen Haushalten durch Digitale Medien ergänzt oder bereits ganz abgelöst.

Vor rund zehn Jahren brachte Apple das erste richtige Smartphone namens iPhone auf den Markt. Das war der Grundstein einer Revolution im Bereich der Kommunikation. Mittlerweile hat fast jeder einen Computer in der Hosentasche, mit dem er telefonieren, texten, navigieren, Filme machen und Nachrichten konsumieren kann. Für viele Menschen in Schleswig-Holstein ist das Smartphone zur wichtigen Kommunikationsplattform und Nachrichtenquelle geworden.

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Diese Foto-Kachel mit einem Zitat von Landespastor Heiko Naß war der erste Facebook-Beitrag im Juni.

 

Die sogenannten Sozialen Medien, wie Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat, spielen bei dieser Kommunikations-Revolution eine entscheidende Rolle. Für viele beginnt der Tag am Morgen mit dem Griff zu Smartphone: Hat mir jemand geschrieben? Was ist in der Welt passiert? – Das sind die Fragen, die geklärt werden wollen. Ohne großen Aufwand und technisches Wissen können in Sozialen Medien Fotos, Animationen, Videos oder Texte gelesen und angeschaut werden. Das gleiche gilt für das Einstellen von Inhalten. Neben vielen Privatpersonen sind fast alle wichtigen Unternehmen, Verbände und Organisationen bei Facebook – und jetzt auch die Diakonie Schleswig-Holstein.

Für den Landesverband ist das eine große Chance. Denn in den Sozialen Medien kann er direkt mit den Menschen in Kontakt treten. Der „Filter“ der klassischen Medien entfällt. Die Diakonie kann sich dort als guter Arbeitgeber präsentieren und Jobangebote zielgenau veröffentlichen. Außerdem kann dort Medienarbeit und Agenda-Setting geschehen. Denn Journalisten nutzen die Sozialen Medien als Recherche-Instrument und Publikations-Plattform. Politiker präsentieren sich einer interessierten Öffentlichkeit. Die Parteien machen Wahlkampf auf Facebook, Twitter und Co.

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Über Facebook kann auf eine etwas andere Art nach neuen Mitarbeitenden gesucht werden.

 

Wie in den Sozialen Medien üblich, ist auch die verwendete Sprache im Facebook-Kanal der Diakonie einfach, direkt und locker. Auf kryptischen Fachjargon wird verzichtet. Die Ansprache der Nutzer erfolgt per „du“ bzw. „ihr“. Fragen innerhalb der Beiträge sollen die Nutzer zum Mitmachen anregen. Denn anders als in den unidirektionalen Medien wie Fernsehen und Zeitung können die Nutzer über Facebook kommentieren, Beiträge teilen und über sogenannte „likes“ ihre Zustimmung ausdrücken. Diese Möglichkeit des Feedbacks sollte nicht als Bedrohung, sondern als Chance gesehen werden. Eine lebhafte Diskussion fördert gute Problemlösungen.

 

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Von der Live-Übertragung der Diakonie-Veranstaltung "Werkstattgespräch" erfuhren auf Facebook mehr als 1.700 Menschen.

 

Allerdings gibt es in den Sozialen Medien auch Menschen, denen es nicht um einen konstruktiven Diskurs geht. Mögliche Hasskommentare werden auf den Profilen der Diakonie nicht geduldet. Das bedeutet: Sie werden unverzüglich gelöscht und entsprechende Profile für Interaktionen gesperrt. Konträre Meinungen werden hingegen moderiert, um eine lebhafte Diskussionskultur zu fördern.

Das gelingt bereits gut. Die selbstproduzierten Videointerviews und Themenkacheln werden von den Facebook-Freunden der Diakonie mit „likes“ versehen und von anderen Profilen geteilt. Das bedeutet mehr Reichweite für die Infos, Veranstaltungshinweise, Botschaften und Forderungen. Durch die gezielte Vernetzung mit diakonischen und nicht-diakonischen Einrichtungen und Trägern wird der Landesverband zwischen den Meeren jetzt noch besser gehört und gesehen. Die Diakonie SH ist im digitalen Zeitalter angekommen.

Video-Beiträge sollen die Facebook-Nutzer informieren, unterhalten und zum Nachdenken anregen. Alle Video sind auch im Youtube-Kanal der Diakonie SH zu finden.

 

Kurzinterviews zu unterschiedlichen Themen erklären, informieren und stellen Forderungen an die Politik.