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  • Diakonie Schleswig-Holstein

Integration von Flüchtlingen

4Ausgangslage:

In den vergangenen beiden Jahren sind 45.000 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein gekommen. Vor diesem Hintergrund wurden neue Erstaufnahmestellen und Gemeinschaftsunterkünfte geschaffen, die Beratung ausgebaut, die Integrationspauschale eingeführt und zusätzliche Sprach- und Integrationskurse angeboten.

Eine gelungene Integration hängt aber entscheidend auch davon ab, ob Flüchtlinge eine Arbeit aufnehmen und ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten dürfen. Hier gibt es noch zahlreiche Hindernisse. Ein weiteres Integrationshemmnis ist, dass viele Flüchtlinge nicht mehr auf die Kreise und Städte verteilt werden, sondern sehr lange Zeit in den Landesunterkünften bleiben. Außerdem haben zahlreiche Zufluchtsuchende eine unsichere Lebensperspektive, weil ihnen oft nur subsidärer Schutz gewährt wird und sie deshalb zwei Jahre lang ihre Familien nicht nachholen dürfen.  

Forderungen:

Die schnelle Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist dringend erforderlich. Deshalb sollte das Land alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um einen Zugang zu Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen. Die Diakonie setzt sich dafür ein, dass alle Flüchtlinge spätestens nach sechs Wochen die Landesunterkünfte wieder verlassen und auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt werden. Außerdem sollte es auch bei subsidären Schutz möglich sein, die Familien nachzuholen.  Angesichts der unsicheren Lage in Afghanistan unterstützt die Diakonie einen Abschiebestopp in das Land.