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  • Diakonie Schleswig-Holstein

Kindertagesstätten

1Ausgangslage:

In den vergangenen Jahren sind in Schleswig-Holstein viele neue Kitaplätze entstanden. Gleichzeitig ist das Kitasystem aber unterfinanziert. Für die Betreuung jedes Kindes werden weit weniger öffentliche Gelder ausgegeben als im Bundesdurchschnitt. Insgesamt fehlen mindestens 60 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass die Finanzierung von Kreis zu Kreis, von Stadt zu Stadt unterschiedlich geregelt ist. Eine Folge davon: die Höhe der Elternbeiträge hängt stark von der Postleitzahl ab.

In vielen Kindertagesstätten sind zu wenige Erzieherinnen für zu viele Kinder verantwortlich. Der Fachkraft-Kind-Schlüssel liegt unter dem Maß, das eigentlich nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung bei 1:3 im Krippenbereich und 1:7,5 im Elementarbereich liegen sollte. Darunter leidet die Qualität der pädagogischen Betreuung. Darüber hinaus herrscht Fachkräftemangel. Viele freie Stellen können nur noch schwer besetzt werden.

Forderungen:

Für Schleswig-Holsteins Kindertagesstätten muss unbedingt mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Wir brauchen ein auskömmliches, einheitliches Finanzierungskonzept. Dieses Konzept muss genau regeln, wer sich in welcher Höhe an der Finanzierung des Kitabetriebes beteiligt. Das Land sollte hierbei eine steuernde Funktion übernehmen. Vor diesem Hintergrund begrüßt die Diakonie den Beschluss der künftigen Koalitionäre, mehr Geld in die frühkindliche Bildung zu investieren. „Die Einigung zur Kitafinanzierung ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Landespastor Naß. „Nun ist darauf zu achten, dass das Geld auch in den Kitas ankommt und dazu beiträgt, den Bildungsauftrag und die Chancengleichheit für die Kinder zu verbessern.“