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20.000 Flüchtlinge in 2015: Diakonie macht mobil

Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein stellt sich mit seinen Einrichtungen im gesamten Land auf die stark zunehmende Zahl bei Flüchtlingen ein. "Dabei kann es nicht nur darum gehen, ausreichend Unterkünfte und Verpflegung bereitzustellen. Genauso wichtig ist es, die Asylsuchenden zu betreuen und zu beraten", sagte Landespastor Heiko Naß dem epd. Nur wer ausreichend Deutsch spreche und die Sozial- und Rechtssysteme kenne, könne sich integrieren. Deshalb werde die flächendeckende Beratung der Migrationsfachstellen ausgebaut.
Das Diakonische Werk hat allein für diese Aufgaben jetzt zusätzliche 50.000 Euro eingeplant. Weitere Beratungsstellen werden durch mehrere Kirchenkreisdiakonien geschaffen. Ein anderer wichtiger Baustein sei die Qualifizierung von Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, so Naß.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hatte jüngst im Kieler Landtag angekündigt, dass in diesem Jahr bis zu 20.000 Flüchtlinge erwartet werden. Im vergangenen Jahr gab es 7.620 Asylerstantragsteller. Albig plädierte für ein breites Hilfsbündnis: "Wir brauchen einen gesellschaftlichen Pakt mit Politikern aller Ebenen, mit der Wirtschaft, mit den Kirchen und Sozialverbänden, mit Flüchtlingsverbänden und der Wohnungswirtschaft."