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Nordkirche und Diakonie prüfen Zielvorgaben des Flüchtlingspaktes

Rendsburg/Kiel, 6. Mai 2015 I Die Nordkirche und das Diakonische Werk Schleswig-Holstein begrüßen die Ergebnisse der Flüchtlingskonferenz heute in Kiel. „Wir sind sehr dankbar für die Initiative des Landes. Es war wichtig und hilfreich, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um das Bestmögliche für die Flüchtlinge zu erreichen, aber auch für unsere Gesellschaft und ihren inneren Zusammenhalt“, sagen Bischof Gothart Magaard und Landespastor Heiko Naß.

Gothart Magaard kündigte an, das ihm übertragene Patenamt für den Flüchtlingspakt sehr ernst nehmen zu wollen. „Ich werde mich in den kommenden Monaten und Jahren bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Zielvorgaben einbringen. Ein Erfolg des Flüchtlingspaktes ist mir sehr wichtig.“ Die Landesregierung hatte Magaard gebeten, das Patenamt zu übernehmen.

Landespastor Heiko Naß sagte: „Wir werden   jetzt noch einmal gründlich prüfen, inwieweit die Positionen der Wohlfahrtsverbände und der Diakonie in die Zielvereinbarungen aufgenommen wurden. Bei der Umsetzung der Ergebnisse  würden wir es sehr begrüßen, wenn wir mit unserer Fachkompetenz und unseren Erfahrungen noch stärker als bisher eingebunden werden.“ 

Nordkirche und Diakonie setzen sich unter anderem für einen längeren Aufenthalt von Flüchtlingen in der Erstaufnahme in Neumünster ein, sowie für Mindeststandards bei der  Unterbringung in den Kreisen und Kommunen.  Außerdem sollte das Beratungsangebot für Flüchtlinge dringend ausgebaut werden. Nach Berechnungen der Diakonie müssten bei der Migrationsberatung mindestens 14 weitere Vollzeitstellen geschaffen werden. Gemeinsam mit der Nordkirche fordert die Diakonie außerdem eine stärkere professionelle Unterstützung von ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit.

Nordkirche und Diakonie gehören zu den großen Akteuren der Flüchtlingsarbeit in Schleswig-Holstein. Mehr als 150 evangelische Kirchengemeinden beteiligen sich ehrenamtlich an der Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen. Unter dem Dach der Diakonie arbeiten 30 Migrationsfachstellen. Der Wohlfahrtsverband betreut mehrere Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge und Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Darüber hinaus beteiligt sich die Diakonie an zahlreichen Flüchtlingsprojekten, darunter das Café „Vis a Vis“ in Neumünster.

 

Pressekontakt

Friedrich Keller

Telefon: +49 4331 593197

keller@diakonie-sh.de