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Diakonisches Werk Schleswig-Holstein setzt auf Bundesfreiwillige Ü27

Rendsburg, 9. Juni 2015 I Die sozialen Einrichtungen der  Diakonie im Norden sind künftig verstärkt auf ältere Bundesfreiwillige angewiesen. Hintergrund ist vor allem der demografische Wandel. Demnach werden in den kommenden Jahren immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene für die Freiwilligendienste zur Verfügung stehen. Die Attraktivität dieser Dienste für Bewerber im Alter ab 27 Jahren soll nun erhöht werden.

 Schon jetzt fällt es einigen diakonischen Einrichtungen, vor allem im ländlichen Bereich, schwer, ausreichend Bewerber für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu finden. Eine Ursache ist die entspannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Die meisten Jugendlichen müssen keine Wartezeiten mehr überbrücken und beginnen direkt nach Abschluss der Schule eine Lehre. Darüber hinaus hat sich das Verhalten der Abiturienten verändert, die meist unverzüglich nach der Schule ihr Studium aufnehmen.

 Diese Trends werden sich aus Sicht des Diakonischen Werkes weiter verstärken. Hinzu kommt, dass es auf Grund des demografischen Wandels  in den kommenden Jahren insgesamt weniger Jugendliche geben wird. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Freiwilligen vor allem in Pflegeeinrichtungen. Das Diakonische Werk möchte deshalb mehr über 27-jährige motivieren, sich zu engagieren. Dabei bietet der BFD  nach Elternzeit oder Arbeitslosigkeit eine gute Möglichkeit, wieder in den Beruf einzusteigen. Rentner können als Freiwillige eine sinnstiftende Beschäftigung finden.

 Der Bundesfreiwilligendienst wird auf die Bedürfnisse der Bewerber zugeschnitten. Es werden sowohl Teilzeit- als auch Vollzeitstellen angeboten. Auch die Länge des Dienstes ist variabel. Eine Dauer von mindestens sechs bis maximal 18 Monaten kann vereinbart werden. Die Freiwilligen können sich weiterqualifizieren, zum Beispiel zum Betreuungsassistenten oder Pflegehelfer. Einmal im Monat wird ein Studientag geboten. Die Teilnehmer sind sozialversichert und erhalten ein Taschengeld.

 Zurzeit sind in Schleswig-Holstein rund 760 Freiwillige in diakonischen Krankenhäusern, Werkstätten, Kitas  und Pflegeheimen im Einsatz, darunter 400 Bundesfreiwillige und 360 FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr). Nur 45 der Bundesfreiwilligen sind älter als 27 Jahre. Mit 530 Einsatzstellen ist die Diakonie der größte Träger von Freiwilligendiensten in Schleswig-Holstein.

Für Beiträge und Reportagen vermitteln wir gern den Kontakt zu Bundesfreiwilligen, die älter als 27 Jahre sind, sowie zu Einrichtungen und Ansprechpartnern beim Diakonischen Werk.

Friedrich Keller

Pressesprecher

Telefon: +49 4331 593197
keller@diakonie-sh.de