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Diakoniepräsident Lilie besucht Schleswig-Holstein

Rendsburg, 17. Juni 2015 I Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, hat sich heute in Kiel-Gaarden über das Wohnprojekt Gustav-Schatz-Hof informiert. Zuvor hatte er in Rendsburg mit dem Vorstand des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein Gespräche geführt. Im Mittelpunkt standen die Flüchtlingsarbeit, das neue Bundesteilhabegesetz sowie die engere Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesverband.

Ulrich Lilie zeigte sich begeistert von der Arbeit im Gustav-Schatz–Hof. „Das Wohnprojekt ist ein sehr gutes und menschenfreundliches Beispiel dafür, wie fördernde Netzwerke entstehen - von unterschiedlichen Generationen, von Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf und von unterschiedlichen Kulturen“, sagte Lilie. Im Gustav-Schatz-Hof  betreibt die Diakonie Altholstein eine ambulante Pflegestation, eine Tagespflege, einen Mietertreff sowie eine betreute Wohngruppe für zwölf Menschen mit Demenz. Dabei hat ein Viertel der Mieter einen Migrationshintergrund. Die Mitarbeitenden wurden speziell geschult. Ein Teil der Beschäftigten stammt selbst aus anderen Ländern und kann sich daher besonders gut auf die kulturellen Besonderheiten einstellen.

Beim Besuch des Diakonischen Werkes in Rendsburg informierte der Vorstand Ulrich Lilie u.a. über die Arbeit der diakonischen Migrationsfachdienste in Schleswig-Holstein, die Betreuung von Ehrenamtlern in der Flüchtlingsarbeit und die Herausforderungen, die sich aus der Flüchtlingskonferenz der Landesregierung ergeben haben. Lilie würdigte das Engagement und die enge Kooperation von Diakonie und Nordkirche in der Flüchtlingsarbeit. Zuletzt hatten Diakonisches Werk und Nordkirche  einen gemeinsamen Leitfaden für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit herausgegeben und damit großes Interesse hervorgerufen. Landespastor Heiko Naß begrüßte bei dem Treffen, dass sich die Diakonie Deutschland so klar für eine humanitärere Flüchtlingspolitik in Europa einsetzt und beispielsweise eine Reform des Dublin-Systems fordert.