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Wegfall des Betreuungsgeldes: Familienbildungsstätten sollen profitieren!

Wegfall des Betreuungsgeldes:  Familienbildungsstätten sollen profitieren!

Rendsburg, 11. September 2015 I Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein fordert die Bundesregierung auf, nach dem Stopp des Betreuungsgeldes die freiwerdenden Mittel für andere familienpolitische Leistungen einzusetzen. „Das Geld darf keineswegs im Bundeshaushalt versickern. Vielmehr sollte es den Ländern zur Verfügung gestellt werden, um neben den Kindertagesstätten auch die Familienbildungsstätten besser auszustatten“, sagt Landespastor Heiko Naß angesichts der laufenden Haushaltsberatungen im Bundestag.   

In Schleswig-Holstein arbeiten unter dem Dach der Diakonie 16 Familienbildungsstätten. Sie unterstützen Eltern bei der Erziehung und Betreuung vor allem von Kindern im ersten und zweiten Lebensjahr. Dazu werden Kurse, Seminare, Vortragsreihen, offene Treffpunkte, Familienfreizeiten und Beratungen angeboten. Schwerpunkte sind Themen rund um die Geburt, Eltern-Kind-Gruppen, Erziehungsthemen sowie Angebote im Bereich Gesundheit und Bewegung. Dabei kümmern sich die Familienbildungsstätten zunehmend auch um Flüchtlinge und Migranten.

„Die Arbeit der Familienbildungsstätten ist sehr wichtig. Gerade im ersten und zweiten Lebensjahr werden bei den Kindern entscheidende Weichen für die weitere Entwicklung gestellt. Die Familien dürfen während dieser Zeit nicht allein gelassen werden“, so Heiko Naß.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Juli das Betreuungsgeld gekippt. Seitdem ist umstritten, was mit den freiwerdenden Mitteln passieren soll und ob sie weiter für Familien ausgegeben werden.

Die Diakonie ist der größte Wohlfahrtsverband in Schleswig-Holstein. In den 750 Einrichtungen arbeiten rund 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unter anderem in Kitas, Familienbildungsstätten, Migrationsfachdiensten, der Schuldnerberatung, der Arbeit mit Behinderten und der Altenpflege. Zusätzlich engagieren sich tausende Ehrenamtliche für die Aufgaben der Diakonie.

 

Für Rückfragen:

Friedrich Keller…Pressesprecher, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein,

                              Tel: 04331-593 197; Mobil: 0174-94 500 90