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Beraten und begegnen: Diakonie Altholstein eröffnet Zentrum für Flüchtlinge und Migranten

Beraten und begegnen: Diakonie Altholstein eröffnet Zentrum für Flüchtlinge und Migranten

Näher dran, mehr Angebote und mehr Personal: Mit dem neuen Beratungs- und Begegnungszentrum für Migranten und Flüchtlinge am Neumünsteraner Haart, nur wenige Schritte von der Landesunterkunft entfernt, reagiert die Diakonie Altholstein auf den steigenden Unterstützungsbedarf.

In den neuen Räumen finden sich bewährte Hilfeangebote unter einem Dach: Fachberatung für Flüchtlinge und für Migranten, die schon länger in Deutschland leben, Deutschkurse und Frauengesprächskreise. Speziell für die Flüchtlinge, die in der Erstaufnahmeeinrichtung leben, gibt es das „Haart-Café“, das von ehrenamtlichen Helfern betrieben wird. Dazu kommen regelmäßige Informationsveranstaltungen, bei denen in bis zu acht Sprachen der Ablauf des Asylverfahrens erläutert wird – eine wichtige Orientierung für diejenigen, die meist ohne Sprachkenntnisse frisch in Deutschland angekommen sind, und binnen zwei Wochen auf die Orte in ganz Schleswig-Holstein verteilt werden.

„Unsere Hilfe ist auf lange Sicht angelegt“, sagt Michael Frenzel, der bei der Diakonie Altholstein für den Bereich der Migration zuständig ist. Er geht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen auf hohem Niveau bleiben werden. Die Diakonie Altholstein hat daher drei zusätzliche Mitarbeiterinnen eingestellt und hofft auf weitere ehrenamtliche Helfer. „Unser Traum ist es, das ‚Haart-Café‘ mehrmals in der Woche zu öffnen und wöchentlich Informationsveranstaltungen zum Asylverfahren anzubieten – dann könnten die Flüchtlinge alle profitieren, trotz ihres kurzen Aufenthalts in Neumünster“, so Frenzel. Für dieses Ziel ist die Diakonie Altholstein jedoch auf Spenden für Dolmetscherkosten und Kaffee angewiesen – und noch mehr engagierte Helfer.

Viel Unterstützung hat die Diakonie schon für die Einrichtung des Zentrums erfahren: Die Ausstattung konnte größtenteils aus Mitteln der Glücksspirale finanziert werden, die notwendigen Baumaßnahmen mit Hilfe des Sozialvertrags des Landes Schleswig-Holstein. Möbel Brügge spendete einen großen Teil der Küchenmöbel, auch andere Lieferanten und Privatleute unterstützten den Aufbau.

Helfende Netzwerke sollen auch im „Haart-Café“ entstehen. Es steht nicht nur Flüchtlingen offen, alle Neumünsteraner sind herzlich zu den Cafénachmittagen eingeladen. Zunächst jeden Donnerstag öffnet es von 15-17 Uhr seine Türen. Mindestens sechs ehrenamtliche Helfer heißen die Besucher willkommen, auch eine Kinderbetreuung gibt es. Flüchtlingsberaterin Rike Müller ist immer dabei, klärt erste Fragen und bietet Beratungstermine an. Sie ist auch Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Helfer und weitere Freiwillige, die gerne mithelfen möchten. Für Begegnungen zwischen Neumünsteranern und Flüchtlingen sorgen auch die besonderen Veranstaltungen wie Backgammonturniere, gemeinsames Musizieren, Ausflüge in den Tierpark oder im Frühjahr das Newroz-Fest.

Dass Geflüchtete und Migranten eine Heimat in Neumünster finden, kann nach Ansicht von Diakonie-Geschäftsführer Heinrich Deicke nur in einer gemeinsamen Anstrengung vieler Akteure erreicht werden: „Die Flüchtlinge bei uns aufzunehmen, sie zu versorgen und ihnen zukünftig auch eine Lebensperspektive zu bieten, ist eine der großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die nur mit vereinten Kräften aller Institutionen und Organisationen sowie einem erheblichen bürgerschaftlichen Engagement erfolgreich gelingen wird.“

 

Beratungs- und Begegnungszentrum für Flüchtlinge und Migranten

Haart 224, 24539 Neumünster

Telefon 04321 / 25 22 130 0

E-Mail migration@diakonie-altholstein.de

www.diakonie-altholstein.de

 

Sprechzeiten Beratung

Dienstag 11.30-13 Uhr

Mittwoch 13-14 Uhr

Und nach Vereinbarung

 

Haart-Café

Donnerstag 15-17 Uhr

 

Spendenkonto

Diakonisches Werk Altholstein

Ev. Bank Kiel

BIC GENODEF1EK1

IBAN DE72 5206 0410 0206 4848 40

Stichwort: Flüchtlingsberatung