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Gesundheitskarte wichtiges Signal für Flüchtlinge

Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein begrüßt die von der Landesregierung und den gesetzlichen Krankenkassen beschlossene Gesundheitskarte für Flüchtlinge. „Für die Menschen, die zu uns kommen, wird damit eine wichtige Hürde zur medizinischen Versorgung abgebaut“, sagt Landespastor Heiko Naß. „Die Gesundheitskarte ist ein Beitrag zu einem selbständigeren Leben.“

Ein großer Vorteil der Gesundheitskarte ist, dass Flüchtlinge in Schleswig-Holstein künftig ihren Arzt frei wählen können. „Sie müssen jetzt nicht mehr als Bittsteller bei den Sozialämtern auftreten und für jeden Arztbesuch einen Krankenschein beantragen“, so Naß. „Davon werden vor allem auch traumatisierte Flüchtlinge profitieren. Sie bekommen jetzt einen unkomplizierteren Zugang zu psychologischer und psychiatrischer Behandlung.“

Die Gesundheitskarte vereinfacht auch die Arbeit der Ehrenamtlichen, die die Flüchtlinge bislang zu den Sozialämtern begleitet haben. Nicht zuletzt hilft die Karte, Verwaltungskosten einzusparen. Das zeigt das Beispiel Hamburg. Dort konnten durch die Gesundheitskarte im vergangenen Jahr mehr als eine Million EURO eingespart werden.

Diakonie und Nordkirche gehören zu den großen Akteuren der haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Schleswig-Holstein. Sie engagieren sich flächendeckend mit Beratungsstellen, Unterkünften und Projekten und tragen damit zu einer Willkommenskultur bei.

 

Für Rückfragen:

Friedrich Keller
Pressesprecher
Diakonisches Werk Schleswig-Holstein
Tel: 04331-593 197
Mobil: 0174-94 500 90