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Norddeutsche Bahnhofsmissionen unter einem Dach

Rendsburg, 24. November 2015 I Die Bahnhofsmissionen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben sich zum „Verband der Evangelischen Bahnhofsmission in der Nordkirche e.V.“ zusammengeschlossen. Der Verband soll die Zusammenarbeit der einzelnen Bahnhofsmissionen stärken sowie ihre Interessen gegenüber der Deutschen Bahn und der Landeskirche vertreten.

„Wie wichtig eine noch engere Vernetzung ist, zeigt die aktuelle Flüchtlingssituation“, sagt der Vorsitzende des Verbandes Heinrich Deicke. „Die Bahnhofsmissionen spielen bei der Betreuung und Erstversorgung von Flüchtlingen eine wichtige Rolle, wenn beispielsweise Notplätze für die Nacht organisiert werden müssen oder die Menschen auf ihrer Reise mehrsprachige Orientierungshilfe benötigen. Eine engmaschige Zusammenarbeit der Stationen ist da von großem Vorteil.“ Neben einer stärkeren Vernetzung soll der neue Verband die Aus- und Weiterbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter koordinieren, die Einrichtungen fachlich und wirtschaftlich beraten sowie die Errichtung weiterer Stationen prüfen und deren Gründung begleiten. 

Auf dem Gebiet der Nordkirche arbeiten zurzeit insgesamt 15 Bahnhofsmissionen. „Sie verstehen sich als Kirche im Bahnhof, um Menschen vor Ort in unterschiedlichen Situationen zur Seite zu stehen“, so Deicke. Die Mitarbeitenden unterstützen jeden, sofort und ohne Anmeldung: Reisende erhalten Auskünfte und Hilfe beim Ein- und Aussteigen sowie bei der Suche nach Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Bahnhofsmissionen kümmern sich, wenn Menschen unterwegs in Notsituationen geraten, wenn sie durstig, hungrig, krank oder verletzt sind. Beratend unterstützt werden auch Menschen in existentiellen Notlagen, bei Sucht, Wohnungslosigkeit oder Verzweiflung. Die Bahnhofsmission Mobil begleitet auf Anmeldung Reisende im Nahverkehr.

 

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Friedrich Keller…...Pressesprecher, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein,

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