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Landespastor: Weihnachtsbesuch bei unbegleiteten minderjährigen Ausländern

Landespastor: Weihnachtsbesuch bei unbegleiteten minderjährigen Ausländern

Neumünster, 24. Dezember 2015 I Landespastor Heiko Naß hat sich heute (24.12.2015) in Neumünster gemeinsam mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern auf die Weihnachtsfeiertage eingestimmt. Er besuchte eine Wohngruppe der IUVO gGmbH und überreichte einen von der Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein gestifteten Tischkicker. In der Wohngruppe leben zurzeit 14 Jugendliche, zehn davon sind Flüchtlinge. Naß würdigte den Beitrag der diakonischen Einrichtung für die Integration von jungen Flüchtlingen in die Gesellschaft.

„Viele der unbegleiteten minderjährigen Ausländer, die zu uns kommen, haben einen langen beschwerlichen Weg hinter sich, zahlreiche sind traumatisiert. In den Wohngruppen der IUVO können sie nach der Flucht erstmals wieder ein wenig Ruhe finden. Hier werden sie von speziell ausgebildeten Sozialpädagogen betreut und begleitet“, sagte Heiko Naß. „Die Weihnachtsbotschaft erinnert uns daran, dass wir gerade gegenüber jungen Flüchtlingen eine große Verantwortung haben. Dass wir sie auffangen und für ihren weiteren Weg stärken, ist Teil unserer christlichen Kultur.“

In Schleswig-Holstein werden zurzeit nach Angaben des Sozialministeriums mehr als 2700 unbegleitete minderjährige Ausländer von der Kinder- und Jugendhilfe betreut (Stand 30.11.2015). Sie sind unter anderem bei der IUVO in Neumünster, der Vorwerker Diakonie in Lübeck sowie im Elisabethheim in Havetoft untergebracht. Die diakonischen Einrichtungen verfügen über das fachliche Know-how, langjährige Erfahrungen im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen sowie vielfältige Kontakte zu Bildungs- und Ausbildungsträgern.

Mit dem neuen „Bundesgesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“können unbegleitete minderjährige Ausländer seit 1. Dezember 2015 landesweit in Obhut genommen und anschließend vom jeweiligen Jugendamt in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe untergebracht werden. Damit sollen die Kommunen entlang der Flüchtlingsrouten entlastet werden. Viele Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die bislang noch keine jungen Flüchtlinge betreut haben, stellt das allerdings vor große Herausforderungen. 

 

Für Rückfragen:

Friedrich Keller…...Pressesprecher, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein,

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