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Fachkräftemangel in der Pflege: Neues Projekt der Diakonie stärkt Einrichtungen für den demografischen Wandel

Rendsburg, 23. März 2016 I Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein unterstützt Pflegeeinrichtungen, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Dazu wurde heute bei einem Fachtag in Rendsburg das neue Projekt „DIADEM“ vorgestellt. Unter dem Motto „Diakonie und Demografischer Wandel“ werden in den kommenden drei Jahren diakonische Pflegeeinrichtungen beim Aufbau einer nachhaltigen Personal- und Organisationsentwicklung unterstützt. „Unser Ziel ist es, die Einrichtungen für den immer größer werdenden Pflegebedarf und die Herausforderungen des demografischen Wandels fit zu machen“, sagt die Projektleiterin Christina Renner. Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds ESF gefördert.

Die Diakonie ist maßgeblich an der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in Schleswig-Holstein beteiligt. Laut Pflegestatistik des Landes wird sich in den kommenden Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen stetig erhöhen. Damit steigt der Bedarf an Pflegepersonal. Internen Auswertungen zufolge liegt zurzeit das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden in den diakonischen Pflegeeinrichtungen bei 50 Jahren, der Anteil der Frauen bei ca. 85 Prozent und die Teilzeitquote bei 70 Prozent. „Diese Zahlen verdeutlichen, das dringend gehandelt werden muss“, so Renner. „Unsere Einrichtungen haben nur dann eine Zukunft, wenn es ihnen gelingt, ihre bestehenden Belegschaften so lang wie möglich zu halten sowie zusätzliches Personal zu gewinnen.“

Das Projekt zeigt den Einrichtungen nun Wege auf, wie sie Mitarbeitende lang arbeitsfähig und gesund halten können. Außerdem werden Strategien entwickelt, damit die Einrichtungen die Anforderungen des neuen Pflegestärkungsgesetzes, des Hospiz- und Palliativgesetzes, des Bundesteilhabegesetzes und des Krankenhausstrukturgesetzes mit den diakonischen Leitbildern in Einklang bringen können. Dazu sind Schulungen, Fachtage, Workshops und Beratungen geplant. Konkrete Ziele sind unter anderem, die Krankheitsquoten zu senken, alters- und generationengerechte Arbeitsplätze zu schaffen, das Gesundheitsmanagement zu stärken und die Einrichtungen als „Attraktive Arbeitgeber“ zu etablieren.

Mit Hilfe des Projektes sollen schließlich Strukturen aufgebaut und Erfahrungen gesammelt werden, die dann auf weitere Arbeitsfelder der Diakonie sowie andere Verbände und Organisationen der Sozialwirtschaft übertragen werden können. Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds mit rund 260.000 EURO gefördert.

Für Rückfragen:

Friedrich Keller…...Pressesprecher, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein,

                                  Tel: 04331-593 197; Mobil: 0174-94 500 90