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  • Diakonie Schleswig-Holstein

Stellungnahme der LAG zu den Vorwürfen im shz gegen die Eingliederungshilfe in Schleswig-Holstein

Kiel, 29. Juni 2016 I Die Wohlfahrtsverbände in Schleswig-Holstein, darunter die Diakonie, weisen die im shz erhobenen pauschalen Vorwürfe zurück, wonach fehlende Kontrollen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht haben. „Für diese Behauptungen liegen keine konkreten Nachweise vor“, so der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein Torsten Geerdts. „Stattdessen wird eine gesamte Branche unter Generalverdacht gestellt und der wichtige Beitrag unserer Mitarbeitenden für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Misskredit gebracht.“

Die Wohlfahrtsverbände fordern die Offenlegung der Unterlagen, die zu der Berichterstattung geführt haben. „Eine pauschale Hochrechnung halten wir nicht für angemessen.“, so Geerdts. Darüber hinaus ist es aus Sicht der Wohlfahrtsverbände selbstverständlich, dass die Leistungen der Eingliederungshilfe regelmäßig geprüft werden. „Dabei sollten aber nicht nur wirtschaftliche Kriterien gelten, sondern auch die besonderen Belange der Menschen mit Behinderung und ihrer Angehörigen berücksichtigt werden“, fordert Torsten Geerdts. „Für die Wohlfahrtsverbände steht die Qualität der Leistungen im Vordergrund. Unser vorrangiges Ziel bleibt es, einen Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben zu leisten.“

Verantwortlich:
Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände
Schleswig-Holstein e.V.
Falckstraße 9
24103 Kiel
Tel.: 0431 - 33 60 75
E-Mail: lag.freie-wohlfahrt-sh@t-online.de