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  • Diakonie Schleswig-Holstein

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

5Ausgangslage:

In Schleswig-Holstein profitieren knapp 36.000 Menschen mit Behinderung von der Eingliederungshilfe. Dazu gehören Werkstätten, stationäre und ambulante Wohnhilfen sowie Berufsbildungswerke. Ziel der Einrichtungen ist es, gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention eine Teilhabe von Menschen mit Behinderung am sozialen und kulturellen Leben zu gewährleisten.

Das neue Bundesteilhabegesetz wird zu Veränderungen in der Eingliederungshilfe auch in Schleswig-Holstein führen. Demnach dürfen von 2018 an neben der freien Wohlfahrtspflege auch private Anbieter Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben anbieten, ohne dass für sie Qualitätsstandards festgelegt wurden. Hier ist eine Abwärtsspirale bei den Standards zu befürchten. Des Weiteren können nur Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben teilhaben, die ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeit erbringen. Damit werden all diejenigen ausgeschlossen, die durch ihre Behinderung in ihren Teilhabemöglichkeiten stark eingeschränkt sind.

 

Forderungen:

Wir fordern die Landesregierung auf, bei der Umsetzung des Bundesteil-habegesetzes mit den Betroffenen einen konstruktiven Dialog zu pflegen, damit ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gesichert und weiter verbessert werden kann. In einigen Punkten besteht dringender Nach-besserungsbedarf, etwa bei der Festlegung von Qualitätsstandards für private Anbieter von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Hier bietet die Diakonie ihre Unterstützung an.

Vor dem Hintergrund gestiegener Ausgaben für die Eingliederungshilfe in Schleswig-Holstein setzen wir uns für eine faire Kostendiskussion ein, die sich an den Belangen der Menschen mit Behinderung orientiert. Auf je-den Fall sollte gewährleistet bleiben, dass die Betroffenen auch künftig die Leistungen erhalten, die sie benötigen.