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SUMMARY:Gedenken, Mahnen und Erinnern –  Erinnerungskultur und Einwanderung
DESCRIPTION:Gedenken, Mahnen und Erinnern – Erinnerungskultur und Einwander
 ung\n\n\n\nReferent: Reinhard Pohl (freier Journalist)\n\n\n\nIn Deutschlan
 d gibt es – wie in anderen Ländern auch – Gedenktage. Wir erinnern uns an b
 esondere Ereignisse in der Geschichte, wir mahnen an Verbrechen. Wichtig is
 t die Erinnerung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 
 (27. Januar), an die Befreiung vom Nationalsozialismus (8. Mai), an die deu
 tsche Einheit (3. Oktober) oder an die Pogromnacht (9. November). Ebenso de
 r 16. Mai zur Erinnerung an den Widerstand der Sinti und Roma im Vernichtun
 gslager Auschwitz-Birkenau. Zudem der 2. August zur Erinnerung an die Opfer
  des Völkermordes an europäischen Sinti und Roma in der Zeit des Nationalso
 zialismus.\n\n\n\nÜber andere Tage wird diskutiert: den Tag des Grundgesetz
 es, das Gedenken an den Aufstand in der DDR oder auch regionale Ereignisse.
  Andere sind mit der Zeit dazu gekommen, aber (noch) weniger bekannt: Der 2
 4. April zum Gedenken an den Genozid an den Armenier*innen, ebenso der 3. A
 ugust zur Erinnerung an den Genozid an den Jesid*innen.\n\n\n\nIn letzter Z
 eit gibt es teils sehr emotional Diskussionen: Eingewanderte können mit vie
 len Gedenktagen wenig anfangen, weil es meist Ereignisse der deutschen Gesc
 hichte sind. Oder sie wollen ihre Gedenktage gewürdigt wissen, so die Armen
 ier*innen und die Jesid*innen. Und es gibt den Al-Quds-Tag am 7. August, au
 sgerufen von der iranischen Regierung, um (nach dessen Lesart) gegen die Be
 setzung Palästinas durch Israel zu protestieren. Da hier auch antisemitisch
 e Parolen verbreitet wurden, hat die Bundesregierung jetzt die Gedenktage f
 ür die Opfer des NS-Regimes in den Einbürgerungstest aufgenommen – Eingewan
 derte sollen eine Prüfung ablegen, ob sie deutsche Gedenktage einhalten.\n\
 n\n\nDiskutiert wird auch, Gedenktage und deren Hintergründe in den Schulun
 terricht aufzunehmen, einen Ausflug in ein ehemaliges Konzentrationslager z
 ur Pflicht zu machen – doch kann man Gedenken erzwingen? Was sollten Eingew
 anderte wissen? Was kann man voraussetzen?\n\n\n\nDie Veranstaltung ist Tei
 l des Programms der Interkulturellen Woche im Kreis Rendsburg-Eckernförde. 
 Sie richtet sich an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos, und e
 benso per Video (über „Zoom“) möglich.\n\n\n\nEinladung als *.pdf
LOCATION:Tagungszentrum Martinshaus
DTSTAMP:20240913T110311Z
DTSTART:20240916T120000Z
DTEND:20240916T160000Z
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