19.06.2019 | Fortbildungsreihe

VERSCHIEDEN. VERSTEHEN - Kultursensible Kommunikation in der Arbeit mit Migrant*innen mit Behinderung

Fortbildungsreihe

Mittwoch, 19.06.2019 09:00 Uhr

Bildung im FoCuS
Katharinenstraße 11
23554 Lübeck

Referentin:        Frau Dr. Imke Lode, lindengruen – crossCultural consulting & communication

Termine:            WS 1: 19.06., WS 2: 21.08.19

                          jeweils von 09:00 - 17:00 Uhr

 

Zuwander*innen mit Behinderung und deren Angehörige haben aufgrund der sprachlichen und kulturellen Hürden in den ersten Jahren in Deutschland Schwierigkeiten, das komplexe System der sozialen Beratungsstellen und Einrichtungen zu verstehen. Die rechtlichen Ansprüche und Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung können deshalb oft nicht wahrgenommen werden. 

Für die sozialen Dienste und öffentlichen Träger im Bereich der Behindertenhilfe ist es wünschenswert, dass die Mitarbeitenden kultursensibel mit Zuwander*innen kommunizieren und Wege finden, auch die vulnerablen Gruppen anzusprechen, über ihre Rechte und Möglichkeiten zu informieren und sie in ihrem Alltag zu unterstützen.

Diese Fortbildungsreihe in zwei Modulen knüpft an den Fachtag zum selben Thema am 6.3.2019 in Rendsburg und die Fortbildung zu Grundlagen der interkulturellen Komunikation an und richtet sich an Mitarbeitende und Kommunikationsbeauftragte von sozialen Diensten und öffentlichen Trägern im Bereich der Behindertenhilfe.

 

Die zwei Module haben folgende Themen:

 

1. Strategien kultursensibler Kommunikation
o Ansprache und „Akquise“ von Migrant*innen mit (drohenden) Behinderungen sowie ihrer Angehörigen für Beratungsangebote der Teilhabe-Träger
o „Halten“ von Migrant*innen in Beratungsangeboten: kommunikative Motivation zu Eigenverantwortung und Mitwirkungsbereitschaft; kultursensible Strategien der Gesprächsführung, kommunikativen Offenheit und Verbindlichkeit 
o Öffentlichkeitsarbeit: wie? wie viel und oft? – Strategien und Formate
o Strategien, Vorteile und Nachteile von verbaler und visueller Kommunikation: einfache Sprache, Mehrsprachigkeit oder Symbol-/Bildsprache?
o „1. Strategischer Schritt“ in meiner Arbeit / Eingliederungshilfe-Einrichtung

2. Angewandte kultursensible Kommunikation

o Einsatz von einfacher Sprache, Bildern, Symbolen, Mehrsprachigkeit

o Einbezug von Angehörigen – will sie / er das? Umgang mit interkulturellen Chancen und kommunikativen „Hürdenläufen“  

o Einbezug von Sprachmittler*innen - Herausforderungen der Kommunikation zu dritt

o Praxis-Übungen in persönlicher, telefonischer, schriftlicher Kommunikation, u. a. mit Rollenspielen, Fallbeispielen von Frau Lode und Teilnehmenden  

o „1. Umsetzungsschritt“ in meiner Arbeit / Eingliederungshilfe-Einrichtung
 

Die Fortbildungen sind als ganztägige Workshops konzipiert.

Methodisch sind die Fortbildungen interaktiv, erlebnisorientiert und handlungsbefähigend aufgebaut. Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit wird u. a. für erfahrungsbasierte Übungen, Interaktionen, Brainstorming, kognitives Input und die Auseinandersetzung mit so genannten Critical Incidents und den eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden aus der Beratungs- und Kommunikationsarbeit genutzt. Dieser umfassende methodische Ansatz bietet die Grundlage für die Teilnehmenden, 

• sich als unterschiedliche Lerntypen einzubringen,

• individuelle Erfahrungs-, Erkenntnis- und Lernprozesse zu erleben,

• Potenziale verschiedener Perspektiven der anderen Teilnehmenden zu erkennen und

• umsetzbare Handlungsoptionen für die zukünftige eigene kultursensible Kommunikationsarbeit zu entwickeln.

 

Die TN Zahl ist auf 12 Personen begrenzt.

 

 

Teilnahmekosten

Für die Verpflegung fällt eine Pauschale von 30,00 EUR für die 2 Fortbildungstage an.

 

Die Fortbildungsreihe findet im Rahmen des Projekts "Verschieden.Verstehen - Interkulturelle Öffnung mit kultursensibler Kommunikation statt.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations-und Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert.

 

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