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Online-Umfrage zur Zukunft der Altenhilfe in Schleswig-Holstein

Online-Umfrage zur Zukunft der Altenhilfe in Schleswig-Holstein

 

Rendsburg, 26. Juni 2017 I Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner können ab sofort im Internet abstimmen, wie sie im Alter versorgt und gepflegt werden wollen. Dazu hat das ISÖ-Institut für Sozialökologie in Siegburg unter www.zash2045.de eine Online-Umfrage geschaltet. Sie ist Teil des Diakonie-Projekts "Zukunftsszenario Altenhilfe Schleswig-Holstein 2030/2045". Ziel ist es herauszufinden, wie alte Menschen im nördlichsten Bundesland am besten unterstützt werden können. „Mit dieser Umfrage geben wir allen Interessierten die Möglichkeit, die Zukunft der Altenhilfe aktiv mitzugestalten“, sagt Projektkoodinatorin Marlen Vogel.

 

Alle Ergebnisse der Umfrage fließen direkt in das Projekt ein. Am Ende sollen Handlungsempfehlungen für die Akteure in der Altenpflege entwickelt werden. „Wie können wir überall alt werden?“, ist die zentrale Frage des Projekts. „Die Projektpartner stellen sich der großen gesellschaftlichen Aufgabe, Antworten darauf zu finden“, so Vogel.

 

Das bisherige Ergebnis: Vier Szenarien zur Zukunft der Altenhilfe. In der Onlinebefragung besteht nun die Möglichkeit, diese Szenarien zu bewerten und eigene Vorschläge zu unterbreiten. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sehr unterschiedlich ist, was die Menschen als positives und was als negatives Bild der Altenhilfe beurteilen“, sagt Vogel. „Daher wäre es schön, wenn so viele Menschen wie möglich bei unserer Umfrage mitmachen.“

 

Der Fokus des Projekts liegt auf den ländlichen Räumen.Als Projektregionen wurden die Kreise Segeberg und Nordfriesland ausgewählt. Trends und Prognosen zu Zukunftsthemen wie Demographischer Wandel, Sozialsysteme und Mobilität wurden betrachtet und Expertenmeinungen hinzugezogen. Anschließend fanden Workshops mit Vertretern aus Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Technologie und Familie statt. Auch Freiwillige und Fachkräfte wurden zu ihren Erwartungen befragt.

 

Die Altenhilfe in Schleswig-Holsteins ländlichen Regionen steht vor großen Herausforderungen. Der Altersdurchschnitt der Menschen steigt und damit der Bedarf an Unterstützung. Nach Berechnungen des Statistikamtes Nord werden 2030 fast 36 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein 60 Jahre und älter sein. Die Zahl der Hochbetagten steigt bis dahin um 83.500, das ist ein Plus von 53,6 Prozent. Besonders hoch fällt dieser Anstieg in ländlichen Regionen aus.

 

Ob diese Senioren dann noch ein selbstbestimmtes Leben führen können, hängt stark von ihrem sozialen Netzwerk und der Infrastruktur ab. Schon heute sind in ländlich geprägten Kreisen stationäre Einrichtungen oder soziale Treffpunkte deutlich seltener zu finden, als in den Städten. Hinzu kommt, dass sich ambulante Pflegedienste aus diesen Gebieten zurückziehen, weil sie nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können.

 

Die Kosten für das zweijährige Projekt sind mit 200.000 Euro veranschlagt und werden vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein und mehreren diakonischen kirchlichen Einrichtungen getragen.

 

Die Online-Umfrage unter www.zash2045.de ist bis voraussichtlich Ende Juli geöffnet.

  

Für Rückfragen:

Jonas Czok

Pressereferent, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein,

Tel: 04331-593 133