05.07.2022 | Informationen für Ehrenamtliche und Interessierte im Bereich Flucht, Migration und Integration

Duldung - Neuerungen in der Migrationspolitik (Präsenz)

Informationen für Ehrenamtliche und Interessierte im Bereich Flucht, Migration und Integration

Dienstag, 05.07.2022 10:00 Uhr

Der Workshop gibt einen Überblick, was sich insbesondere für Geduldete und bei der Fachkräfteeinwanderung ändert. Außerdem, was zivilgesellschaftliche Organisationen tun können und welche Möglichkeiten geduldete Menschen selbst haben, um für ihre Anliegen einzutreten.

Wir beschäftigen uns mit den Umständen unter denen Geduldete leben und mit ihren Lebensperspektiven. In Deutschland leben mehr als 200.000 Menschen, die kein Aufenthaltsrecht haben, aber auch nicht ausreisen können oder abgeschoben werden können. So haben sie beispielsweise große Schwierigkeiten im Alltag, wenn sie einen Mietvertrag, einen Arbeitsvertrag oder nur einen Ratenkauf wollen.  

Im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begann die politische Auseinandersetzung über die Frage, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist. Dabei ist es eine Tatsache, dass Deutschland auf Einwanderung angewiesen ist und dass sie schon seit Langem stattfindet. Angesichts der Tatsachen soll es darum gehen, was es heißt Einwanderung mit allen Folgen, die das mit sich bringt anzuerkennen. Das betrifft beispielsweise die Stellung des Islam in Deutschland oder das Phänomen, dass gebürtige Deutsche farbig sein können, ohne aus anderen Ländern herzukommen.

Die neue Bundesregierung hat zugesagt, eine realistische Politik zu betreiben und Einwanderung, Aufenthaltsrecht und Einbürgerung insgesamt neu zu ordnen. Wir sichten dazu den Koalitionsvertrag, ob es schon konkrete Entwürfe für Gesetzesänderungen gibt und erörtern die Erfolgsaussichten der Vorhaben.

 

Referent: Reinhard Pohl (Journalist)