17.12.2025 | Online-Fortbildung von 9:30 - 12:00 Uhr

Geburt eines Kindes in Deutschland – Asyl- und aufenthaltsrechtliche Aspekte

Online-Fortbildung von 9:30 - 12:00 Uhr

Mittwoch, 17.12.2025 09:30 Uhr

Die Geburt eines Kindes ist ein einschneidendes und besonderes Ereignis; und zwar egal, woher man stammt und wo man gerade lebt. Für zugewanderte Menschen gibt es in Deutschland neben den emotionalen und medizinischen auch noch eine Vielzahl bürokratischer und aufenthaltsrechtlicher Fragestellungen, die beachtet werden sollten. Dazu gehört ganz zu Beginn schon die Frage, ob eine Geburtsurkunde ausgestellt wird oder nur ein sog. Auszug aus dem Geburtenregister. Viele stellen sich dann die Frage, ob man hier ggf. später noch eine Geburtsurkunde bekommen kann und was dafür getan werden muss. 

Auch ist es möglich, dass das Kind durch eine Geburt im Inland die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat. Je nach Aufenthaltsrecht der Eltern kann sich zudem die Frage stellen, ob ein Asylantrag für das hier geborene Kind sinnvoll ist oder ob es andere Aufenthaltstitel gibt, die beantragt werden können.

Viele Menschen machen zudem die Erfahrung, dass die beteiligten Standesämter unterschiedliche Maßstäbe als die Zuwanderungsbehörden anlegen, wenn es z.B. um die Frage der Identitätsklärung geht. Das führt zu Irritationen und Unsicherheit bei Betroffenen, aber auch den Beratungsfachkräften.

In der Fortbildung sollen diese Fragestellungen aufgegriffen werden, damit in der Beratung mehr Sicherheit besteht in der Frage, welche bürokratischen und aufenthaltsrechtlichen Schritte zu beachten sind bei der Geburt eines Kindes in Deutschland. Auch soll die Beratung gestärkt werden, in jedem Einzelfall die jeweils sinnvollen Anträge zu stellen.

Die Veranstaltung richtet sich an die Migrationsfachdienste und Jugendmigrationsdienste mit Grundkenntnissen im Aufenthaltsrecht.

 

Referentin: Rechtsanwältin Susanne Müller, Rechtsberaterin der Diakonie

 

Wegen der beschränkten Teilnehmer:innenzahl bitten wir Sie, im Falle einer Verhinderung die Teilnahme rechtzeitig abzusagen, um anderen Interessent:innen die Teilnahme zu ermöglichen.

Wir bitten um kurze Schilderung von Fällen aus der Praxis bis zum 15. Dezember 2025 an j.peters-wunnenberg@diakonie-sh.deoder im Anmeldeformular online.