
Die Demonstrierenden kamen aus Schleswig-Holstein. Zahlreiche Träger und Einrichtungen aus der Sozialen Arbeit waren vertreten, darunter auch viele diakonische. Auf Bannern und Plakaten war zu lesen: “Pflege und Teilhabe sind keine Sparmodelle” oder “Ich brauche meine Assistenz für meine Teilhabe”. Alle Rednerinnen und Redner hoben die Bedeutung von Pflege, Beratung, Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe für den sozialen Zusammenhalt und die Demokratie hervor. Wer hier einspare, nehme im Kauf, dass Menschen ausgegrenzt würden und sich nicht mehr gehört fühlten. Das würden die Wohlfahrtsverbände so nicht hinnehmen.

Landespastor und Diakonievorstand Heiko Naß sprach sich für einen stärkeren gesellschaftlichen Ausgleich aus. Soziale Arbeit sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wer hier heute spare, zahle morgen drauf.

Die Demonstrierenden machten sich zudem gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus stark. Heiko Naß verwies auf die Anfeindungen von Einrichtungen, Mitarbeitenden und Klienten durch extremistische Kräfte. Darüber hinaus zeigte er sich solidarisch mit den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die schon seit Jahren den wachsenden Antisemitismus zu spüren bekämen. Hier forderte er einen klaren Schulterschluss.
