Demo für Demokratie und Zusammenhalt

Am 8. Oktober wollen wir ein Zeichen setzen - für mehr Zusammenhalt, den Erhalt unserer Demokratie und gegen Sozialabbau! Deswegen gehen wir gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden in Kiel auf die Straße.

Demokratie ist die Grundlage für unser Zusammenleben. Der Zusammenhalt der Gesellschaft sowie eine für jeden Menschen spürbare Daseinsvorsorge bilden die Grundvoraussetzung dafür.

Demokratie bedeutet weit mehr, als alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Stimmzettel zu setzen. Sie lebt davon, dass Menschen sich aktiv engagieren, Verantwortung übernehmen und sich füreinander einsetzen. Gelebte Demokratie zeigt sich dort, wo Menschen spüren, dass sie gesehen werden, offene Ohren finden und ihre Meinung respektiert wird.

Die Wohlfahrtsverbände tragen jeden Tag dazu bei, dass unsere Gesellschaft funktioniert. Die Mitarbeitenden begleiten Menschen in allen Lebensphasen, schaffen Teilhabe und stärken das gesellschaftliche Miteinander jeden Tag in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Jugendzentren, Nachbarschaftsprojekten und vielen weiteren sozialen Einrichtungen.

Die Freie Wohlfahrtspflege und ihre Partner*innen gehen gemeinsam für ein klares Signal auf die Straße: Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Schwächsten sind nicht der Weg. Wir brauchen eine Gesellschaft, die investiert – in Prävention, Bildung, psychische Gesundheit, Sicherheit im Alter und Chancengerechtigkeit für junge Menschen.

Wir brauchen gute Soziale Arbeit. Wer jeden Tag Verantwortung für andere übernimmt, braucht selbst Sicherheit: verlässliche Refinanzierung, faire Bezahlung und Tarifbindung. Nur mit guten Arbeitsbedingungen lassen sich Fachkräfte gewinnen und halten. So sichern wir die sozialen Angebote, auf die so viele Menschen angewiesen sind. Soziale Arbeit ist keine freiwillige Leistung oder ein Kostenfaktor. Sie ist eine Investition in unsere Demokratie.

Auch in Schleswig-Holstein werden Wohlfahrtsverbände, ihre Mitarbeitenden und Klient*innen zunehmend von populistischen und extremistischen Kräften angegriffen. Anfeindungen und Beleidigungen dürfen nicht zur Normalität werden. Wir stehen gemeinsam für soziale Teilhabe, Vielfalt und ein demokratisches Miteinander und stellen uns klar gegen jede Form von politischem und religiösem Extremismus.

Gemeinsam zeigen wir, dass eine starke Demokratie auf sozialer Gerechtigkeit, gegenseitigem Respekt und einer verlässlichen sozialen Infrastruktur aufbaut, die wirklich alle Menschen auffängt.

Deshalb gehen wir am 08. Oktober 2026 gemeinsam auf die Straße – für einen Sozialstaat mit Rückgrat!