Freiwilligendienste: Engagierte Menschen jederzeit willkommen!

Sozialministerin Aminata Touré (7.v.l.) und Diakonievorstand Heiko Naß (8.v.l.) mit Freiwilligen bei den Begrüßungstagen der Diakonie in Rendsburg

Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminata Touré und Diakonievorstand Heiko Naß haben heute den hohen Einsatz von Freiwilligen in der Sozialen Arbeit gewürdigt. Anlass war ein gemeinsamer Besuch bei den Willkommenstagen in Rendsburg für die neuen Teilnehmenden von Freiwilligem Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Diakonie im Norden. Nach Angaben des Wohlfahrtsverbandes können sich Interessierte weiter auf offene Stellen zum Beispiel in Kitas, der Eingliederungshilfe oder in Pflegeeinrichtungen bewerben. Bei der Diakonie in Schleswig-Holstein ist ganzjährig ein Start in den Freiwilligendienst möglich.

Wichtiger Beitrag zum Gelingen Sozialer Arbeit

Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminta Touré: „Der Freiwilligendienst ist eine ganz besondere Zeit für junge Erwachsene. Dieses Engagement fördert die persönliche Entwicklung, eröffnet neue berufliche Perspektiven und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Gleichzeitig sind die Freiwilligen eine wichtige Unterstützung für Institutionen und Einrichtungen, bei denen sie ihren Dienst absolvieren. Deshalb fördern wir als Land seit vielen Jahren rund 900 FSJ-Plätze mit über 1 Million Euro jährlich. Ich wünsche allen Freiwilligen einen guten Start und hoffe, dass sich auch noch einige Unentschlossene für einen Freiwilligendienst entscheiden.“

Landespastor und Diakonievorstand Heiko Naß sagte: „Die Freiwilligen sind aus unseren Einrichtungen nicht wegzudenken. Tagtäglich tragen sie zum Gelingen Sozialer Arbeit bei, gerade weil sie Tätigkeiten übernehmen, für die Pflegekräfte, Erzieherinnen oder Sozialpädagogen zu wenig Kapazitäten haben. Dazu gehören Spaziergänge, Vorlesen, gemeinsames Essen oder einfach mal zuhören. Abgesehen davon ist freiwilliges Engagement ein wichtiger Baustein für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Deshalb sollten wir, auch angesichts der Debatten über einen Pflichtdienst, am Konzept der Freiwilligendienste festhalten und diese stärken!“  

Noch Plätze frei

In diesen Wochen starten rund 420 Freiwillige ihren Dienst bei der Diakonie in Schleswig-Holstein. Erfahrungsgemäß werden sich bis September noch weitere Teilnehmende anmelden, so dass der Wohlfahrtsverband mit ähnlich hohen Zahlen rechnet wie in den Vorjahren. Es bestehe aber auch danach noch jederzeit die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst anzutreten.

Die Freiwilligen arbeiten in der Pflege, der Eingliederungshilfe, Kindertagesstätten, Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen. Aber auch in Schulen und Kirchengemeinden werden Plätze für den BFD und das FSJ angeboten. 

Gute Begleitung der Freiwilligen

Die Diakonie Schleswig-Holstein unternimmt viel, um den Freiwilligendienst attraktiv zu gestalten. So werden die jungen Menschen die gesamte Zeit durch Sozialpädagoginnen und -pädagogen begleitet. Sie besuchen die Freiwilligen in den Einrichtungen und stehen ihnen mit Rat zur Seite. Hinzu kommt eine umfangreiche Bildungsarbeit. In verpflichtenden Seminaren beschäftigen sich die Teilnehmenden mit gesellschaftlichen und sozialen Themen sowie mit Fragen zu ihrer Arbeit und den Einrichtungen. Hinzu kommen erlebnis- und freizeitpädagogische Aktionen und Ausflüge. Darüber hinaus können sich die Freiwilligen weiterqualifizieren, zum Beispiel zum Betreuungsassistenten oder Pflegehelfer.

Neues Angebot

In diesem Jahr bietet die Diakonie Schleswig-Holstein erstmals Jugendlichen die Möglichkeit, während des Freiwilligendienstes den Mittleren Schulabschluss nachzuholen. Unter dem Motto „Duo – sozial engagiert zum MSA“ wird die Arbeit in einer sozialen Einrichtung mit Unterrichtseinheiten bei einem Bildungsträger kombiniert. Das Angebot richtet sich an Jugendliche mit einem Einfachen Schulabschluss (ESA) im Raum Rendsburg.

Die Diakonie gehört mit 1.700 Angeboten und Einrichtungen sowie 48.000 Beschäftigten zu den großen Wohlfahrtsverbänden in Schleswig-Holstein. Im Zentrum unserer Arbeit stehen Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen in Not, Pflegebedürftige, Kranke, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten. Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein mit Sitz in Rendsburg ist der Dachverband der Diakonie im Norden.