„Viele Geflüchtete sind traumatisiert“, sagt Landespastor und Diakonie-Vorstand Heiko Naß. „Sie haben Krieg erlebt, Familienangehörige verloren oder ihnen ist auf der Flucht Gewalt widerfahren. Diese Erfahrungen können bei den Betroffenen zu ernsthaften Krisensituationen führen. Es besteht die Gefahr, dass sie den Herausforderungen des Alltages überhaupt nicht mehr gewachsen sind und sich isolieren. Dabei ist die Situation an den Wochenenden oftmals besonders schlimm. Und genau da wollen wir mit der Hotline schnell und unbürokratisch helfen.“
Hotline: 04331-593 267
Das Krisentelefon ist samstags von 16.00 bis 21.00 Uhr und sonntags von 13.00 bis 21.00 Uhr geschaltet. Geflüchtete in akuten Krisen erreichen dort Psychologen oder Sozialpädagogen, die sie telefonisch beraten und eine erste Orientierung geben. Bei Bedarf vermitteln sie die Betroffenen weiter, zum Beispiel an eine psychologische Beratungsstelle, die Kinder- und Jugend-Psychiatrie, die Erziehungsberatung, die Schwangerschaftsberatung und den Migrationsdienst. Die Beraterinnen und Berater sprechen u.a. Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Russisch und Arabisch.
Die Hotline wird von der Glücksspirale, der Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein und dem Diakonischen Werk Schleswig-Holstein finanziert.
