„Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit im Arbeitsfeld Pflege zu vermitteln“, sagte Staatssekretärin Henckel mit Blick auf den hohen Bedarf an Arbeits- und Fachkräften sowie Auszubildenden in der Branche. „Auch wenn bereits jetzt schon viele Pflegeunternehmen ausländische Pflegekräfte beschäftigen oder ausbilden, ist davon auszugehen, dass bis zum Jahr 2030 9.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden.“
Diakonie-Vorstand Rohwer dankte dem Land für die Förderung, gerade in diesen haushaltspolitisch herausfordernden Zeiten. Das Land leiste damit einen beispielgebenden Beitrag zur Integration von Zugewanderten und zur Fachkräftegewinnung. Rohwer erinnerte daran, dass sich das Projekt durch eine niedrigschwellige Heranführung an den Pflegeberuf auszeichne. „In Assessmentverfahren wird die Eignung, Motivation und Vorstellung von professioneller Pflege der Interessierten festgestellt. Die Teilnehmenden erhalten Informationen zum Pflegeberuf in Deutschland, Praktikumsmöglichkeiten, Schulungen und Unterstützung durch eine sozialpädagogische Projektbegleitung“, so Rohwer.
DiaLOG ist ein Gemeinschaftsprojekt des Diakonischen Werks Schleswig-Holstein, der Gemeindediakonie Lübeck und der Diakonie Nord Nord Ost, mit einer Dauer von zunächst zwei Jahren. Umgesetzt wird das Projekt in Lübeck und den Kreisen Ostholstein sowie Herzogtum Lauenburg. Die Kurse für bis zu 60 Personen pro Jahr finden voraussichtlich ab dem 1. August bei der Gemeindediakonie Lübeck statt. Interessierte können sich ab sofort unter dialog-pflege@diakonie-sh.de melden.
