Für ein gutes Aufwachsen

© Diakonie/ Valeska Achenbach
© Diakonie/ Pat Scheidemann

 

Kinder sind unsere Zukunft! Damit sich dieser Anspruch verwirklichen lässt, müssen Kinder gut und chancengerecht aufwachsen können. Bildung spielt eine Schlüsselrolle und das fängt in den Kitas an. Unter dem Dach von Kirche und Diakonie gibt es in Schleswig-Holstein 578 Kitas. Entsprechend groß ist unsere Verantwortung. Dieser können wir nur gerecht werden, wenn die finanziellen und personellen Rahmenbedingungen stimmen. Im vergangenen Jahr hat unser Fachverband, der Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen e.V. VEK, viel unternommen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern.   

Kita Aktionsbündnis

Mit Eltern, anderen Wohlfahrts- und Trägerverbänden, Gewerkschaften und dem Kinderschutzbund bildete der Verband erneut ein Aktionsbündnis . Hintergrund waren die von der Landesregierung geplante Veränderung des Kitagesetzes und die befürchteten Folgen vor allem für die Qualität der Kitas. Um auf die eigenen Anliegen aufmerksam zu machen, verschickte das Aktionsbündnis rund 30.000 Karten an Landespolitikerinnen und -politiker mit unterschiedlichen Forderungen. Es ging u.a. um einen angemessenen Fachkräfteschlüssel, eine bessere Begleitung von Quereinsteigern und eine auskömmliche Finanzierung. 

Einsatz hat sich gelohnt

Am 20. November 2024 beschloss der Landtag das neue Kitagesetz. Tatsächlich wurden einige Forderungen des Aktionsbündnisses berücksichtigt: Die Mindestanwesenheit von Fachkräften in den Kitagruppen wird erhöht und die Träger müssen für die Standardqualität keine Eigenmittel mehr aufbringen. Doch es bleibt viel zu tun! Die Fachkräftestrategie des Landes reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken. Besonders gravierend: Die im Gesetz angesetzten Ausfallzeiten für Krankheit und Fortbildung sind viel zu knapp bemessen. Dadurch haben Kitas strukturell zu wenig Vertretungspersonal. 

© Diakonie/ Valeska Achenbach
© Diakonie/ Valeska Achenbach
© Diakonie/ Pat Scheidemann

Die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe benötigen mehr Fachkräfte.

Aktionsbündnis auch für Kinder- und Jugendhilfe

Unterschiedliche Verbände und Träger haben sich zusammengetan, um auf die schwierige Situation in der stationären Kinder- und Jugendhilfe aufmerksam zu machen. Wir sind beim Aktionsbündnis „Kindeswohl in Schleswig-Holstein“ mit dabei. Worum geht es konkret? Auch in der Kinder- und Jugendhilfe sind die Rahmenbedingungen schlecht. Fachkräftemangel und ein unzureichende Fachkräfteschlüssel sorgen dafür, dass in vielen Einrichtungen die pädagogische leidet. Das Arbeitsfeld wird zunehmend unattraktiv.  

Informationskampagne

Um Politikerinnen und Politiker auf Landes- und Kreisebene wachzurütteln, besuchte das Bündnis örtliche Jugendhilfeausschüsse sowie den Landessozialausschuss und platzierte dort das Thema. Zusätzlich wurden zwei Bündnistage organisiert, zuletzt im Mai 2025. Die Teilnehmenden diskutierten mit Expertinnen aus dem gesamten Bundesgebiet darüber, wie Fachkräfte für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe gewonnen und gehalten werden können.  

Es geht voran

Der Einsatz des Aktionsbündnisses hat sich gelohnt. Inzwischen ist das Problem einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Darüber hinaus sind Kostenträger und Wohlfahrtsverbände in Verhandlungen zu einem Landesrahmenvertrag im Bereich Kinder- und Jugendhilfe eingestiegen. Es geht um Personal-, Sach- und Investitionskosten, aber auch Qualitätsstandards und die Personalausstattung. 

 

 

Kontakt

Phillip Diestel

Phillip Diestel

Kinder- und Jugendhilfe
Friedrich Keller

Friedrich Keller

Pressesprecher