Geflüchtete: An Eurer Seite!
Eine gelungene Willkommenskultur und ein hoher Einsatz für die Integration Geflüchteter – das sind Herzensthemen diakonischer Arbeit. Die Mitarbeitenden der Migrationsberatungsstellen, Jugendmigrationsdienste und Geflüchtetenunterkünfte engagieren sich tagtäglich dafür, dass Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, in Schleswig-Holstein ein neues Zuhause finden. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen sie dabei.

Unter Druck
In den vergangenen Monaten hat sich bei der Geflüchtetenpolitik das Klima in Deutschland gewandelt. Statt die Integration zu stärken, setzt die Bundesregierung alles daran, Asylsuchende an den Außengrenzen abzuweisen, den Familiennachzug auszusetzen und die Zahl der Abschiebungen zu erhöhen. Hinzu kommt, dass die Träger der Migrationsberatungsstellen zunehmend finanziell unter Druck stehen. Da das Land Schleswig-Holstein beispielsweise in der landesgeförderten Migrationsberatung (MBSH) die Mittel gedeckelt hat, können gestiegene Personal und Betriebskosten nur noch durch höhere Eigenmittel abgedeckt werden.
Diakonie zeigt Haltung
Für uns ist das Vorgehen der Bundesregierung reine Symbolpolitik, die der Integration Geflüchteter und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt massiv schadet.
Deshalb haben wir uns in den vergangenen Monaten immer wieder gegen die aus unserer Sicht rechtswidrige Zurückweisung von Asylsuchenden an den Grenzen und die Aussetzung des Familiennachzuges ausgesprochen, zuletzt am Weltflüchtlingstag.
Stattdessen setzen wir auf mehr Integration, auch weil wir wissen, dass Deutschland wegen des zunehmenden Fachkräftemangels auf Zuwanderung angewiesen ist. Vor diesem Hintergrund fordern eine auskömmliche Finanzierung der Migrationsberatung.

Rückkehrberatung sichert menschenwürdigen Umgang
Als Diakonie sind wir für alle Rat- und Hilfesuchenden da, auch für Geflüchtete, die unser Land verlassen müssen und wollen. Dazu bieten wir in Schleswig-Holstein an 12 Standorten eine unabhängige und freiwillige Perspektiv- und Rückkehrberatung an. Die Beraterinnen und Berater stehen im engen Austausch mit den bestehenden Migrationsberatungsstellen sowie den zuständigen Behörden der Kommunen und des Landes.
Die Ratsuchenden werden abhängig vom jeweiligen aufenthaltsrechtlichen Verfahrensstand über die Möglichkeiten der freiwilligen Rückkehr informiert und es wird mit jedem Einzelnen an der eigenen Lebensperspektive gearbeitet. 2024 haben 1.492 Menschen die Beratung in Anspruch genommen. Das Land fördert auch 2025 die Rückkehrberatung, mit 612.000 Euro.






