Der richtige Rahmen

© Diakonie/ Peter Hamel
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Soziale Arbeit kostet Geld und benötigt viele gut ausgebildete Arbeits- und Fachkräfte. Angesichts knapper öffentlicher Kassen und dem zunehmenden Arbeitskräftemangel stellt genau das viele diakonische Träger vor riesige Herausforderungen. Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein unterstützt seine Mitglieder, die wirtschaftliche Balance zu halten und ihre Angebote in einer guten Qualität zu sichern.

Landesrahmenverträge ermöglichen Zukunft

Eine wesentliche Aufgabe für uns als Landesverband ist es, gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden sowie mit den Kassen, Kommunen und dem Land Rahmenverträge auszuhandeln. Es geht darum, für in den Sozialgesetzbüchern geregelte Leistungsbereiche, wie etwa die Pflege und Eingliederungshilfe, landesspezifische Spielregeln aufzustellen. Im Mittelpunkt der Rahmenverträge stehen Personal-, Sach- und Investitionskosten, aber auch Qualitätsstandards und die Personalausstattung. Auf dieser Grundlage können Leistungsträger und Kostenträger dann individuelle Leistungsvereinbarungen abschließen.

Pflege und Eingliederungshilfe stehen, Kinder- und Jugendhilfe noch offen

Im Jahr 2024 konnten für die Leistungsbereiche Pflege und Eingliederungshilfe nach langen, teils komplizierten Verhandlungen neue Landesrahmenverträge abgeschlossen werden. Dabei erreichten die Wohlfahrtsverbände gerade bei Personalausstattung und -schlüsseln Erfolge. 

Im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe laufen die Rahmenvertragsverhandlungen noch (Stand Sommer 2025). Auch hier geht es vor allem um eine angemessene Personalausstattung und Finanzierung.

Lobbyarbeit für Reformen

Neben den Rahmenverträgen setzen wir uns für grundlegende Reformen in den Leistungsbereichen ein. Das betrifft vor allem die Pflege. Fachkräftemangel, explodierende Kosten, hohe Eigenbeteiligungen für Pflegebedürftige, die Überforderung von pflegenden Angehörigen, all das erfordert dringend eine große Pflegereform.

Im Bereich der Eingliederungshilfe sehen sich die Diakonie und die anderen Wohlfahrtsverbände immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, die Kosten in die Höhe zu treiben. Dem sind wir erneut entgegengetreten, auch in der Öffentlichkeit. Wir haben dargestellt, dass die Kostensteigerungen durch die im Bundesteilhabegesetz vorgeschriebene Individualisierung der Hilfeplanung sowie Inflation und Tarifsteigerungen verursacht sind und gegenfinanziert werden müssen.

Absicherung freiwilliger Leistungen

Die diakonischen Träger erbringen aber auch viele sogenannte freiwillige Leistungen. Dazu gehört vor allem der große Bereich der Beratungsangebote, zum Beispiel die Schuldnerberatung, die Migrationsberatung oder die Wohnungslosenhilfe. Hier ist zu beobachten, dass Bund, Land und Kommunen bei vielen Angeboten die Zuschüsse deckeln. Weil gleichzeitig aber Personal- und Betriebskosten angestiegen sind, geraten Träger und Einrichtungen zunehmend finanziell unter Druck, mit der Konsequenz, dass Beratungsangebote auf der Kippe stehen. Auch hier unterstützen wir unsere Mitglieder mit intensiver Lobbyarbeit.

 

 

Kontakt

Dirk Struck

Dirk Struck

Betriebswirtschaft
Friedrich Keller

Friedrich Keller

Pressesprecher